Optimale Bestellkapazität unter AgNes: Der Einfluss von PV und Speicher
Lennart Wittstock

Optimale Bestellkapazität unter AgNes: Der Einfluss von PV und Speicher
Lennart Wittstock

Ab 2029 ersetzt AgNes den Leistungspreis durch eine Bestellkapazität. Wie die neue Abrechnung grundsätzlich funktioniert, steht im AgNes-Überblick. In diesem Artikel geht es um die Frage, wie viel Kapazität ein Betrieb bestellen sollte, und was eine PV-Anlage oder ein Speicher daran ändern. Mit dem Rechner lässt sich das an einer gemessenen Woche ausprobieren.
Der Rechner ist eine vereinfachte Darstellung zum Verständnis, keine Auslegung. Die Preise sind eine eigene Näherung, die echten Preisblätter kommen erst im Oktober 2028.
Wie die Abwägung funktioniert
Die Netzentgelte bestehen ab 2029 aus drei Teilen. Der Kapazitätspreis gilt für jedes bestellte Kilowatt, egal ob es genutzt wird. Der Arbeitspreis 1 gilt für alle Kilowattstunden innerhalb der Bestellkapazität. Der Arbeitspreis 2 gilt für die Kilowattstunden, die in einer Viertelstunde oberhalb der Bestellkapazität liegen, und ist 200 bis 350 Prozent so hoch wie der AP1.
Daraus folgt eine einfache Faustregel. Ein Kilowatt Kapazität lohnt sich nur, wenn es in mehr als h Stunden im Jahr gebraucht wird:
h = Kapazitätspreis ÷ (AP2 − AP1)
Mit unseren Annahmen (130 €/kW und Jahr, AP1 2,6 ct, AP2 9,1 ct) sind das 2.000 Stunden, also knapp ein Viertel des Jahres. Alles, was seltener anliegt, bezieht man günstiger als Überschreitung zum AP2. Das Optimum enthält deshalb immer Überschreitungen. Wer nie AP2 zahlt, hat zu viel bestellt.

Das Optimum zu finden ist dabei nicht die Aufgabe des Betriebs. Wer nicht bestellt, bekommt vom Netzbetreiber eine Kapazität, die er aus dem Vorjahreslastgang und seinen Preisen ableitet, und zwar so, dass sie für den Kunden optimal ist. Interessant wird es, wenn sich der Lastgang ändert. Eine neue PV-Anlage, ein Speicher oder zusätzliche Ladepunkte machen das Vorjahr als Grundlage unbrauchbar. Dann muss man selbst rechnen, und darum geht es im Rest dieses Artikels.
Wo das Optimum liegt
Wir haben die Rechnung mit vier gemessenen Jahreslastgängen gemacht, jeweils 35.040 Viertelstunden, gleiche Preisannahmen wie im Rechner.
Werkzeughersteller | Abfallentsorgung | Metallverarbeitung | Möbelhaus | |
|---|---|---|---|---|
Höchstlast | 174 kW | 908 kW | 125 kW | 125 kW |
Benutzungsstunden | 2.870 h | 2.490 h | 1.570 h | 2.900 h |
Optimale Bestellkapazität | 100 kW (57 %) | 507 kW (56 %) | 33 kW (26 %) | 89 kW (71 %) |
Höchstlast bestellen kostet | +22 % | +24 % | +34 % | +18 % |
Mindestbestellung (10 %) kostet | +29 % | +24 % | +3 % | +28 % |
Bei drei von vier Betrieben liegt das Optimum zwischen 56 und 71 Prozent der Höchstlast. Der Metallbetrieb mit nur 1.570 Benutzungsstunden landet bei 26 Prozent, weil seine Last fast nur aus kurzen Spitzen besteht.
Zwei Dinge fallen auf. Erstens ist das Optimum breit. Bei drei der vier Betriebe kostet eine Abweichung von 10 Prozent nach oben oder unten weniger als 0,5 Prozent. Nur das Möbelhaus mit seinem gleichmäßigen Tagesprofil reagiert schärfer, dort sind es 2 Prozent. Grob richtig reicht. Zweitens wird es an den Rändern teuer. Wer aus Gewohnheit die Höchstlast bestellt, zahlt 18 bis 34 Prozent zu viel.
PV senkt die Bestellkapazität
Eine PV-Anlage mit der halben Höchstlast in kWp senkt die Netzentgelte in den vier Lastgängen um 13 bis 17 Prozent, in der Beispielwoche des Rechners um 19 Prozent. Der kleinere Teil kommt aus den Kilowattstunden, die nicht mehr aus dem Netz bezogen werden. Der größere Teil kommt aus der Bestellkapazität. Beim Werkzeughersteller sinkt das Optimum von 100 auf 73 kW.
Das ist der Unterschied zu heute. Der Leistungspreis hängt an der Jahreshöchstlast, und die liegt bei den meisten Betrieben an einem Wintermorgen ohne Sonne. Eine PV-Anlage ändert daran wenig. Die Bestellkapazität wird dagegen von den häufigen Tagesstunden bestimmt, und genau die nimmt die PV im Sommer weg.
Für die Wirtschaftlichkeit einer Gewerbe-PV kommt damit zu den vermiedenen Stromkosten, Umlagen und dem AP1 ein neuer Posten hinzu, der vermiedene Kapazitätspreis bzw. der AP2. Auf der anderen Seite steht das Einspeiseentgelt auf die vereinbarte Einspeisekapazität. Beides gehört ab 2029 in jede PV-Rechnung.
Speicher: Lastspitzenkappung verliert den Großteil ihres Werts
Ein Speicher, der nur Lastspitzen kappt, spart in den vier Lastgängen unter AgNes deutlich weniger Netzentgelte als heute mit Leistungspreis. In unserer Rechnung bleibt grob ein Drittel bis die Hälfte des heutigen Werts, je nach Lastgang und Preisannahme.
Der Grund liegt in der Faustregel von oben. Heute zählt eine einzige Viertelstunde im Jahr, und ein Speicher mit wenig Energie kann sie kappen. Unter AgNes liegt das Optimum dort, wo die Last in h* Stunden im Jahr über der Kapazität liegt, mit unseren Annahmen in 2.000 Stunden. Um die Bestellung um ein Kilowatt zu senken, muss der Speicher dieses Kilowatt in all diesen Stunden liefern. Aus wenigen Kilowattstunden pro Kilowatt werden Tausende. In der Beispielwoche senkt ein Speicher mit 150 kW und 300 kWh das Optimum nur von 184 auf 172 kW.
Netzentgelte allein tragen unter AgNes keinen Speicher mehr. Das macht drei Dinge wichtiger als bisher:
Multi-Use. Eigenverbrauch, Lastspitzenkappung und Stromhandel aus demselben Speicher. Wie sich die Anwendungsfälle gegenseitig die Energie wegnehmen und wie man sie trotzdem kombiniert, steht im Artikel zu Multi-Use.
Dynamische Stromtarife. Heute kann eine Netzladung zur falschen Viertelstunde die Jahreshöchstlast setzen und zwölf Monate Leistungspreis kosten. Unter AgNes kostet sie den AP2 auf ein paar Kilowattstunden. Das Laden in günstigen Stunden wird damit deutlich risikoärmer. Mehr dazu im Artikel zu dynamischen Stromtarifen.
MiSpeL. Ab dem 1. Oktober 2027 dürfen Gewerbespeicher Solarstrom und Netzstrom mischen, ohne die EEG-Förderung zu verlieren. Damit lassen sich Stromhandel und Einspeiseoptimierung mit dem Eigenverbrauch kombinieren. Was MiSpeL genau regelt, steht im MiSpeL-Artikel.
Dazu kommen einmalige Effekte, die AgNes nicht berührt, etwa ein vermiedener Netzausbau oder ein vermiedenes Anlagenzertifikat.
Nächste Schritte
Wer das für einen konkreten Standort rechnen will, braucht den Viertelstunden-Lastgang, die geplante PV und den geplanten Speicher. Mit Green Energy Tools lassen sich diese Varianten nebeneinander simulieren und die Netzentgelte für beide Welten vergleichen, Leistungspreis bis 2028 und Bestellkapazität ab 2029.
Annahmen und Quellen
Preisannahmen
Im Rechner stehen 130 €/kW und Jahr für die Kapazität, 2,6 ct/kWh für den AP1 und 350 Prozent davon für den AP2. Das ist eine eigene Näherung aus heutigen Preisblättern der Mittelspannung, keine Zahl aus dem Entwurf. Die echten Preise gibt es erst im Oktober 2028, und sie werden je Netzbetreiber und Netzebene unterschiedlich ausfallen. Das Optimum hängt vor allem vom Verhältnis der drei Preise zueinander ab, weniger von ihrer Höhe. Wer andere Annahmen für plausibler hält, kann sie im Rechner eintragen.
Vereinfachungen im Online-Rechner
Der Online-Rechner ist ein Erklärwerkzeug und bewusst reduziert. Er rechnet eine gemessene Woche mal 52 statt eines ganzen Jahres. Der Speicher kappt nur Lastspitzen, lädt zuerst aus PV-Überschuss und sonst aus dem Netz, ohne Verluste. Die PV ist eine typische Woche ohne Jahresgang. Gerechnet werden nur Netzentgelte, keine Strompreise. Für die Tabelle mit den vier Betrieben haben wir dagegen volle Jahreslastgänge mit 35.040 Viertelstunden gerechnet, mit einem synthetischen PV-Jahresgang von rund 1.000 kWh/kWp. In der Green Energy Tools Software gelten diese Vereinfachungen nicht, dort werden Lastgang, PV-Produktion, Speicher, Strompreise und Netzentgelte im Viertelstundenraster über das ganze Jahr simuliert.
Quellen
Lastgänge: Werkzeughersteller aus Tjaden, T.; Geckeler, D. (2021): Electrical load profile from a tool manufacturer, Hochschule Emden/Leer, Zenodo, CC BY 4.0. Abfallentsorgung, Metallverarbeitung und Möbelhaus aus Huber, J.; Klempp, N.; Becker, J.; Weinhardt, C. (2019): Electricity consumption of 28 German companies in 15-min resolution, KIT, CC BY 4.0. Lastgänge für die Rechnung teilweise skaliert. Regelwerk: AgNes-Festlegungsentwurf der Bundesnetzagentur vom 6. August 2026.
Amortisation von Gewerbespeichern berechnen
Amortisation von Gewerbespeichern berechnen
Als Solarinstallationsbetrieb Eigenverbrauch, Lastspitzenkappung, dynamische Stromtarife uvm. simulieren. Zeige deinen Kunden in Minuten, wann sich ein Speicher rechnet.
Als Solarinstallationsbetrieb Eigenverbrauch, Lastspitzenkappung, dynamische Stromtarife uvm. simulieren. Zeige deinen Kunden in Minuten, wann sich ein Speicher rechnet.
Ab 2029 ersetzt AgNes den Leistungspreis durch eine Bestellkapazität. Wie die neue Abrechnung grundsätzlich funktioniert, steht im AgNes-Überblick. In diesem Artikel geht es um die Frage, wie viel Kapazität ein Betrieb bestellen sollte, und was eine PV-Anlage oder ein Speicher daran ändern. Mit dem Rechner lässt sich das an einer gemessenen Woche ausprobieren.
Der Rechner ist eine vereinfachte Darstellung zum Verständnis, keine Auslegung. Die Preise sind eine eigene Näherung, die echten Preisblätter kommen erst im Oktober 2028.
Wie die Abwägung funktioniert
Die Netzentgelte bestehen ab 2029 aus drei Teilen. Der Kapazitätspreis gilt für jedes bestellte Kilowatt, egal ob es genutzt wird. Der Arbeitspreis 1 gilt für alle Kilowattstunden innerhalb der Bestellkapazität. Der Arbeitspreis 2 gilt für die Kilowattstunden, die in einer Viertelstunde oberhalb der Bestellkapazität liegen, und ist 200 bis 350 Prozent so hoch wie der AP1.
Daraus folgt eine einfache Faustregel. Ein Kilowatt Kapazität lohnt sich nur, wenn es in mehr als h Stunden im Jahr gebraucht wird:
h = Kapazitätspreis ÷ (AP2 − AP1)
Mit unseren Annahmen (130 €/kW und Jahr, AP1 2,6 ct, AP2 9,1 ct) sind das 2.000 Stunden, also knapp ein Viertel des Jahres. Alles, was seltener anliegt, bezieht man günstiger als Überschreitung zum AP2. Das Optimum enthält deshalb immer Überschreitungen. Wer nie AP2 zahlt, hat zu viel bestellt.

Das Optimum zu finden ist dabei nicht die Aufgabe des Betriebs. Wer nicht bestellt, bekommt vom Netzbetreiber eine Kapazität, die er aus dem Vorjahreslastgang und seinen Preisen ableitet, und zwar so, dass sie für den Kunden optimal ist. Interessant wird es, wenn sich der Lastgang ändert. Eine neue PV-Anlage, ein Speicher oder zusätzliche Ladepunkte machen das Vorjahr als Grundlage unbrauchbar. Dann muss man selbst rechnen, und darum geht es im Rest dieses Artikels.
Wo das Optimum liegt
Wir haben die Rechnung mit vier gemessenen Jahreslastgängen gemacht, jeweils 35.040 Viertelstunden, gleiche Preisannahmen wie im Rechner.
Werkzeughersteller | Abfallentsorgung | Metallverarbeitung | Möbelhaus | |
|---|---|---|---|---|
Höchstlast | 174 kW | 908 kW | 125 kW | 125 kW |
Benutzungsstunden | 2.870 h | 2.490 h | 1.570 h | 2.900 h |
Optimale Bestellkapazität | 100 kW (57 %) | 507 kW (56 %) | 33 kW (26 %) | 89 kW (71 %) |
Höchstlast bestellen kostet | +22 % | +24 % | +34 % | +18 % |
Mindestbestellung (10 %) kostet | +29 % | +24 % | +3 % | +28 % |
Bei drei von vier Betrieben liegt das Optimum zwischen 56 und 71 Prozent der Höchstlast. Der Metallbetrieb mit nur 1.570 Benutzungsstunden landet bei 26 Prozent, weil seine Last fast nur aus kurzen Spitzen besteht.
Zwei Dinge fallen auf. Erstens ist das Optimum breit. Bei drei der vier Betriebe kostet eine Abweichung von 10 Prozent nach oben oder unten weniger als 0,5 Prozent. Nur das Möbelhaus mit seinem gleichmäßigen Tagesprofil reagiert schärfer, dort sind es 2 Prozent. Grob richtig reicht. Zweitens wird es an den Rändern teuer. Wer aus Gewohnheit die Höchstlast bestellt, zahlt 18 bis 34 Prozent zu viel.
PV senkt die Bestellkapazität
Eine PV-Anlage mit der halben Höchstlast in kWp senkt die Netzentgelte in den vier Lastgängen um 13 bis 17 Prozent, in der Beispielwoche des Rechners um 19 Prozent. Der kleinere Teil kommt aus den Kilowattstunden, die nicht mehr aus dem Netz bezogen werden. Der größere Teil kommt aus der Bestellkapazität. Beim Werkzeughersteller sinkt das Optimum von 100 auf 73 kW.
Das ist der Unterschied zu heute. Der Leistungspreis hängt an der Jahreshöchstlast, und die liegt bei den meisten Betrieben an einem Wintermorgen ohne Sonne. Eine PV-Anlage ändert daran wenig. Die Bestellkapazität wird dagegen von den häufigen Tagesstunden bestimmt, und genau die nimmt die PV im Sommer weg.
Für die Wirtschaftlichkeit einer Gewerbe-PV kommt damit zu den vermiedenen Stromkosten, Umlagen und dem AP1 ein neuer Posten hinzu, der vermiedene Kapazitätspreis bzw. der AP2. Auf der anderen Seite steht das Einspeiseentgelt auf die vereinbarte Einspeisekapazität. Beides gehört ab 2029 in jede PV-Rechnung.
Speicher: Lastspitzenkappung verliert den Großteil ihres Werts
Ein Speicher, der nur Lastspitzen kappt, spart in den vier Lastgängen unter AgNes deutlich weniger Netzentgelte als heute mit Leistungspreis. In unserer Rechnung bleibt grob ein Drittel bis die Hälfte des heutigen Werts, je nach Lastgang und Preisannahme.
Der Grund liegt in der Faustregel von oben. Heute zählt eine einzige Viertelstunde im Jahr, und ein Speicher mit wenig Energie kann sie kappen. Unter AgNes liegt das Optimum dort, wo die Last in h* Stunden im Jahr über der Kapazität liegt, mit unseren Annahmen in 2.000 Stunden. Um die Bestellung um ein Kilowatt zu senken, muss der Speicher dieses Kilowatt in all diesen Stunden liefern. Aus wenigen Kilowattstunden pro Kilowatt werden Tausende. In der Beispielwoche senkt ein Speicher mit 150 kW und 300 kWh das Optimum nur von 184 auf 172 kW.
Netzentgelte allein tragen unter AgNes keinen Speicher mehr. Das macht drei Dinge wichtiger als bisher:
Multi-Use. Eigenverbrauch, Lastspitzenkappung und Stromhandel aus demselben Speicher. Wie sich die Anwendungsfälle gegenseitig die Energie wegnehmen und wie man sie trotzdem kombiniert, steht im Artikel zu Multi-Use.
Dynamische Stromtarife. Heute kann eine Netzladung zur falschen Viertelstunde die Jahreshöchstlast setzen und zwölf Monate Leistungspreis kosten. Unter AgNes kostet sie den AP2 auf ein paar Kilowattstunden. Das Laden in günstigen Stunden wird damit deutlich risikoärmer. Mehr dazu im Artikel zu dynamischen Stromtarifen.
MiSpeL. Ab dem 1. Oktober 2027 dürfen Gewerbespeicher Solarstrom und Netzstrom mischen, ohne die EEG-Förderung zu verlieren. Damit lassen sich Stromhandel und Einspeiseoptimierung mit dem Eigenverbrauch kombinieren. Was MiSpeL genau regelt, steht im MiSpeL-Artikel.
Dazu kommen einmalige Effekte, die AgNes nicht berührt, etwa ein vermiedener Netzausbau oder ein vermiedenes Anlagenzertifikat.
Nächste Schritte
Wer das für einen konkreten Standort rechnen will, braucht den Viertelstunden-Lastgang, die geplante PV und den geplanten Speicher. Mit Green Energy Tools lassen sich diese Varianten nebeneinander simulieren und die Netzentgelte für beide Welten vergleichen, Leistungspreis bis 2028 und Bestellkapazität ab 2029.
Annahmen und Quellen
Preisannahmen
Im Rechner stehen 130 €/kW und Jahr für die Kapazität, 2,6 ct/kWh für den AP1 und 350 Prozent davon für den AP2. Das ist eine eigene Näherung aus heutigen Preisblättern der Mittelspannung, keine Zahl aus dem Entwurf. Die echten Preise gibt es erst im Oktober 2028, und sie werden je Netzbetreiber und Netzebene unterschiedlich ausfallen. Das Optimum hängt vor allem vom Verhältnis der drei Preise zueinander ab, weniger von ihrer Höhe. Wer andere Annahmen für plausibler hält, kann sie im Rechner eintragen.
Vereinfachungen im Online-Rechner
Der Online-Rechner ist ein Erklärwerkzeug und bewusst reduziert. Er rechnet eine gemessene Woche mal 52 statt eines ganzen Jahres. Der Speicher kappt nur Lastspitzen, lädt zuerst aus PV-Überschuss und sonst aus dem Netz, ohne Verluste. Die PV ist eine typische Woche ohne Jahresgang. Gerechnet werden nur Netzentgelte, keine Strompreise. Für die Tabelle mit den vier Betrieben haben wir dagegen volle Jahreslastgänge mit 35.040 Viertelstunden gerechnet, mit einem synthetischen PV-Jahresgang von rund 1.000 kWh/kWp. In der Green Energy Tools Software gelten diese Vereinfachungen nicht, dort werden Lastgang, PV-Produktion, Speicher, Strompreise und Netzentgelte im Viertelstundenraster über das ganze Jahr simuliert.
Quellen
Lastgänge: Werkzeughersteller aus Tjaden, T.; Geckeler, D. (2021): Electrical load profile from a tool manufacturer, Hochschule Emden/Leer, Zenodo, CC BY 4.0. Abfallentsorgung, Metallverarbeitung und Möbelhaus aus Huber, J.; Klempp, N.; Becker, J.; Weinhardt, C. (2019): Electricity consumption of 28 German companies in 15-min resolution, KIT, CC BY 4.0. Lastgänge für die Rechnung teilweise skaliert. Regelwerk: AgNes-Festlegungsentwurf der Bundesnetzagentur vom 6. August 2026.
Amortisation von Gewerbespeichern berechnen
Als Solarinstallationsbetrieb Eigenverbrauch, Lastspitzenkappung, dynamische Stromtarife uvm. simulieren. Zeige deinen Kunden in Minuten, wann sich ein Speicher rechnet.


