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Lastgang: Definition und Bedeutung im Energiemanagement
Ein Lastgang beschreibt den zeitlichen Verlauf des Stromverbrauchs eines Unternehmens in festen Zeitintervallen, in der Regel alle 15 Minuten.
Ein Lastgang beschreibt den zeitlichen Verlauf des Stromverbrauchs eines Unternehmens und wird in der Regel in 15-Minuten-Intervallen dargestellt. Er besteht aus einer Zeitreihe von Leistungswerten, die zeigen, wann und in welcher Höhe Strom bezogen wird. Diese Form der Messung ist typisch für RLM-Kunden (registrierende Leistungsmessung).
Aufbau und Struktur eines Lastgangs
Ein typischer Lastgang umfasst 35.040 Viertelstundenwerte pro Jahr, bei Schaltjahren sind es 35.136 Werte. Jeder einzelne Wert entspricht dem durchschnittlichen Strombezug innerhalb eines 15-Minuten-Intervalls.
Neben Lastgängen für den Strombezug existieren auch vergleichbare Zeitreihen für die Einspeisung sowie für die Stromproduktion zum Beispiel aus Photovoltaikanlagen.
Bedeutung für Analyse, Optimierung und Photovoltaik
Lastgänge bilden die Grundlage für nahezu alle energiewirtschaftlichen Analysen im Gewerbe. Sie machen sichtbar, wann Lastspitzen auftreten und wie sich der Stromverbrauch über den Tag, die Woche oder das Jahr verteilt.
Auf dieser Basis können gezielt Maßnahmen zur Optimierung entwickelt werden, etwa zur Reduktion von Lastspitzen oder zur besseren Nutzung von Strom aus eigenen Erzeugungsanlagen. Gleichzeitig ermöglichen Lastgänge in der Planung von Photovoltaikanlagen eine präzise Abschätzung der Eigenverbrauchsquote, da sich durch den Abgleich mit dem PV-Erzeugungsprofil bestimmen lässt, welcher Anteil des erzeugten Stroms direkt vor Ort genutzt werden kann.
Bedeutung für die Auslegung von Batteriespeichern
Auch für die Planung von Batteriespeichern sind Lastgänge unerlässlich. Sie ermöglichen eine detaillierte Analyse von Lastspitzen, Verbrauchsmustern und zeitlichen Verschiebungspotenzialen.
Nur auf Basis eines realen Lastgangs kann zuverlässig bestimmt werden, welche Speichergröße sinnvoll ist und welche wirtschaftlichen Effekte, etwa durch Lastspitzenkappung, Eigenverbrauchsoptimierung, atypische Netznutzung oder Optimierung von dynamischen Stromtarifen, erzielt werden können.
Beispiel Lastgang (Download)
Die folgende Datei zeigt einen anonymisierten Lastgang mit 15-Minuten-Werten über ein Jahr. Sie eignet sich, um Aufbau und Struktur eines typischen RLM-Lastgangs nachzuvollziehen oder eigene Analysen durchzuführen.
Ein Lastgang beschreibt den zeitlichen Verlauf des Stromverbrauchs eines Unternehmens und wird in der Regel in 15-Minuten-Intervallen dargestellt. Er besteht aus einer Zeitreihe von Leistungswerten, die zeigen, wann und in welcher Höhe Strom bezogen wird. Diese Form der Messung ist typisch für RLM-Kunden (registrierende Leistungsmessung).
Aufbau und Struktur eines Lastgangs
Ein typischer Lastgang umfasst 35.040 Viertelstundenwerte pro Jahr, bei Schaltjahren sind es 35.136 Werte. Jeder einzelne Wert entspricht dem durchschnittlichen Strombezug innerhalb eines 15-Minuten-Intervalls.
Neben Lastgängen für den Strombezug existieren auch vergleichbare Zeitreihen für die Einspeisung sowie für die Stromproduktion zum Beispiel aus Photovoltaikanlagen.
Bedeutung für Analyse, Optimierung und Photovoltaik
Lastgänge bilden die Grundlage für nahezu alle energiewirtschaftlichen Analysen im Gewerbe. Sie machen sichtbar, wann Lastspitzen auftreten und wie sich der Stromverbrauch über den Tag, die Woche oder das Jahr verteilt.
Auf dieser Basis können gezielt Maßnahmen zur Optimierung entwickelt werden, etwa zur Reduktion von Lastspitzen oder zur besseren Nutzung von Strom aus eigenen Erzeugungsanlagen. Gleichzeitig ermöglichen Lastgänge in der Planung von Photovoltaikanlagen eine präzise Abschätzung der Eigenverbrauchsquote, da sich durch den Abgleich mit dem PV-Erzeugungsprofil bestimmen lässt, welcher Anteil des erzeugten Stroms direkt vor Ort genutzt werden kann.
Bedeutung für die Auslegung von Batteriespeichern
Auch für die Planung von Batteriespeichern sind Lastgänge unerlässlich. Sie ermöglichen eine detaillierte Analyse von Lastspitzen, Verbrauchsmustern und zeitlichen Verschiebungspotenzialen.
Nur auf Basis eines realen Lastgangs kann zuverlässig bestimmt werden, welche Speichergröße sinnvoll ist und welche wirtschaftlichen Effekte, etwa durch Lastspitzenkappung, Eigenverbrauchsoptimierung, atypische Netznutzung oder Optimierung von dynamischen Stromtarifen, erzielt werden können.
Beispiel Lastgang (Download)
Die folgende Datei zeigt einen anonymisierten Lastgang mit 15-Minuten-Werten über ein Jahr. Sie eignet sich, um Aufbau und Struktur eines typischen RLM-Lastgangs nachzuvollziehen oder eigene Analysen durchzuführen.


