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Dauerlinie
Die Dauerlinie ist ein nach Größe absteigend sortierter Lastgang. Sie zeigt, wie viele Stunden eines Jahres eine bestimmte Leistung erreicht oder überschritten wurde.

Synonyme: Lastdauerlinie · Geordnete Jahresdauerlinie · Sortierter Lastgang
Definition
Die Dauerlinie ist ein nach Größe absteigend sortierter Lastgang. Sie zeigt, wie viele Stunden eines Jahres eine bestimmte Leistung erreicht oder überschritten wurde, ohne Information darüber, wann das passiert.
Lastgang vs. Dauerlinie
Beide Darstellungen basieren auf denselben Messwerten (üblicherweise 35.040 Viertelstundenwerte pro Jahr):
Lastgang: chronologisch über die Zeit. Zeigt Tagesgang, Wochenmuster, Saison.
Dauerlinie: sortiert von hoher zu niedriger Leistung. Zeigt Spitzenanteil, Grundlast und Verteilung.
Die Fläche unter der Dauerlinie entspricht der Jahresenergie in kWh.
Was man ablesen kann
Spitzenleistung P_max: linker Endpunkt der Kurve
Grundlast: rechter Bereich, die nahezu durchgehend abgerufene Leistung
Energie über einer Schwelle: Fläche zwischen Dauerlinie und horizontaler Schwellenlinie – relevant für die Speicherauslegung bei der Lastspitzenkappung
Anwendung
Die Dauerlinie ist das schnellste Werkzeug, um Speicherleistung und -kapazität für Peak Shaving abzuschätzen. Sie macht auf einen Blick sichtbar, ob ein Profil von wenigen kurzen Spitzen geprägt ist (steiler Abfall, kleiner Speicher reicht) oder ein breites Plateau hat (energieintensive Kappung nötig). Auch zur Profilcharakterisierung über die Volllaststunden ist sie praktisch:
> 6.000 h/a: gleichmäßige Last (Rechenzentrum, Kühlhaus)
3.000–5.000 h/a: typisches Tagschicht-Gewerbe
< 2.000 h/a: spitzenlast-getrieben (Werkstätten, Schnellladeparks)
Grenzen
Da jede Zeitinformation entfällt, lassen sich aus der Dauerlinie nicht ablesen: Tagesgang, Saisonalität, Korrelation mit PV-Erzeugung oder dynamischen Strompreisen. Für TOU-Optimierung, dynamische Tarife oder Speicherzyklen-Analysen ist immer der vollständige Lastgang nötig.
Eine belastbare Auslegung der Lastspitzenkappung ist allein auf Basis der Dauerlinie ebenfalls nicht möglich, da hierfür die Reihenfolge, Länge und Abstände der Lastspitzen entscheidend sind: Nur wenn der Speicher zwischen zwei Spitzen ausreichend Zeit hat, sich nachzuladen, ohne dabei selbst neue Spitzen zu erzeugen, kann er die nächste Spitze zuverlässig kappen. Diese Information steckt nur im chronologischen Lastgang und lässt sich ausschließlich über eine Simulation im 15-Minuten-Raster sauber abbilden.

Synonyme: Lastdauerlinie · Geordnete Jahresdauerlinie · Sortierter Lastgang
Definition
Die Dauerlinie ist ein nach Größe absteigend sortierter Lastgang. Sie zeigt, wie viele Stunden eines Jahres eine bestimmte Leistung erreicht oder überschritten wurde, ohne Information darüber, wann das passiert.
Lastgang vs. Dauerlinie
Beide Darstellungen basieren auf denselben Messwerten (üblicherweise 35.040 Viertelstundenwerte pro Jahr):
Lastgang: chronologisch über die Zeit. Zeigt Tagesgang, Wochenmuster, Saison.
Dauerlinie: sortiert von hoher zu niedriger Leistung. Zeigt Spitzenanteil, Grundlast und Verteilung.
Die Fläche unter der Dauerlinie entspricht der Jahresenergie in kWh.
Was man ablesen kann
Spitzenleistung P_max: linker Endpunkt der Kurve
Grundlast: rechter Bereich, die nahezu durchgehend abgerufene Leistung
Energie über einer Schwelle: Fläche zwischen Dauerlinie und horizontaler Schwellenlinie – relevant für die Speicherauslegung bei der Lastspitzenkappung
Anwendung
Die Dauerlinie ist das schnellste Werkzeug, um Speicherleistung und -kapazität für Peak Shaving abzuschätzen. Sie macht auf einen Blick sichtbar, ob ein Profil von wenigen kurzen Spitzen geprägt ist (steiler Abfall, kleiner Speicher reicht) oder ein breites Plateau hat (energieintensive Kappung nötig). Auch zur Profilcharakterisierung über die Volllaststunden ist sie praktisch:
> 6.000 h/a: gleichmäßige Last (Rechenzentrum, Kühlhaus)
3.000–5.000 h/a: typisches Tagschicht-Gewerbe
< 2.000 h/a: spitzenlast-getrieben (Werkstätten, Schnellladeparks)
Grenzen
Da jede Zeitinformation entfällt, lassen sich aus der Dauerlinie nicht ablesen: Tagesgang, Saisonalität, Korrelation mit PV-Erzeugung oder dynamischen Strompreisen. Für TOU-Optimierung, dynamische Tarife oder Speicherzyklen-Analysen ist immer der vollständige Lastgang nötig.
Eine belastbare Auslegung der Lastspitzenkappung ist allein auf Basis der Dauerlinie ebenfalls nicht möglich, da hierfür die Reihenfolge, Länge und Abstände der Lastspitzen entscheidend sind: Nur wenn der Speicher zwischen zwei Spitzen ausreichend Zeit hat, sich nachzuladen, ohne dabei selbst neue Spitzen zu erzeugen, kann er die nächste Spitze zuverlässig kappen. Diese Information steckt nur im chronologischen Lastgang und lässt sich ausschließlich über eine Simulation im 15-Minuten-Raster sauber abbilden.


