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Lastspitzenkappung (Peak Shaving): Definition und Anwendung im Gewerbe
Lastspitzenkappung bezeichnet die gezielte Reduktion der höchsten Leistungswerte eines Betriebs, um Netzentgelte zu senken.

Lastspitzenkappung (LSK), auch als Spitzenlastkappung oder Peak Shaving bezeichnet, beschreibt die gezielte Reduktion der höchsten Leistungswerte eines Betriebs, um die Netzentgelte zu senken. Sie ist insbesondere für Unternehmen mit registrierender Lastgangmessung (RLM) relevant, da ein Teil der Netzentgelte auf Basis der höchsten Lastspitze berechnet wird.
Physische vs. RLM Lastspitzenkappung
Bei der physischen Lastspitzenkappung darf der Strombezug zu keinem Zeitpunkt über das Zielniveau steigen. Bei der RLM Lastspitzenkappung zählt dagegen nur der Durchschnitt innerhalb einer Viertelstunde, weil genau dieser Wert gemessen und abgerechnet wird. Der physische Bezug darf also kurzzeitig höher sein. Für die Reduktion der Netzentgelte ist nur die RLM Lastspitzenkappung relevant.
Umsetzung in der Praxis
In der Praxis kann Lastspitzenkappung durch organisatorische Maßnahmen oder ein Energiemanagementsystem (EMS) erfolgen, zum Beispiel indem Ladevorgänge von E Fahrzeugen zeitlich verteilt oder Maschinen nicht gleichzeitig gestartet werden. Häufig werden jedoch Batteriespeicher eingesetzt, da sie Lastspitzen reduzieren können, ohne in die betrieblichen Abläufe einzugreifen.
Typisches Verhalten von Lastspitzen
Lastspitzen treten in machen Fällen nur in wenigen Zeitintervallen im Jahr auf. Entsprechend muss ein Speicher häufig nur in einem kleinen Teil der Zeit aktiv eingreifen, um die maximale Leistung deutlich zu senken. Gleichzeitig gibt es keine allgemein gültigen Regeln, da Lastgänge stark von Betrieb zu Betrieb variieren.
Praxisbeispiel
In einem konkreten Projekt bei einem mittelständischer Betrieb aus der Lasertechnologie konnten die Lastspitze mit einem Speicher von 215 kWh Kapazität und 100 kW Leistung von 165 kW auf etwa 85 kW reduzieren. Dafür musste der Speicher nur in rund 5 Prozent der Viertelstunden im Jahr aktiv werden.
Wirtschaftlichkeit und Einflussfaktoren
Ob sich Lastspitzenkappung wirtschaftlich lohnt, hängt maßgeblich von den Leistungspreisen ab, die wiederum von der Jahresbenutzungsdauer beeinflusst werden.
Zusätzlich spielt die Vorhersagbarkeit der Lastspitzen eine wichtige Rolle, da sie bestimmt, ob ein Speicher in Zeiten ohne Lastspitzen für andere Anwendungsfälle genutzt werden kann oder nicht.
Eine detaillierte Erklärung zur Auslegung, Wirtschaftlichkeit und typischen Fehlern findest du in unserem ausführlichen Artikel zur Lastspitzenkappung.

Lastspitzenkappung (LSK), auch als Spitzenlastkappung oder Peak Shaving bezeichnet, beschreibt die gezielte Reduktion der höchsten Leistungswerte eines Betriebs, um die Netzentgelte zu senken. Sie ist insbesondere für Unternehmen mit registrierender Lastgangmessung (RLM) relevant, da ein Teil der Netzentgelte auf Basis der höchsten Lastspitze berechnet wird.
Physische vs. RLM Lastspitzenkappung
Bei der physischen Lastspitzenkappung darf der Strombezug zu keinem Zeitpunkt über das Zielniveau steigen. Bei der RLM Lastspitzenkappung zählt dagegen nur der Durchschnitt innerhalb einer Viertelstunde, weil genau dieser Wert gemessen und abgerechnet wird. Der physische Bezug darf also kurzzeitig höher sein. Für die Reduktion der Netzentgelte ist nur die RLM Lastspitzenkappung relevant.
Umsetzung in der Praxis
In der Praxis kann Lastspitzenkappung durch organisatorische Maßnahmen oder ein Energiemanagementsystem (EMS) erfolgen, zum Beispiel indem Ladevorgänge von E Fahrzeugen zeitlich verteilt oder Maschinen nicht gleichzeitig gestartet werden. Häufig werden jedoch Batteriespeicher eingesetzt, da sie Lastspitzen reduzieren können, ohne in die betrieblichen Abläufe einzugreifen.
Typisches Verhalten von Lastspitzen
Lastspitzen treten in machen Fällen nur in wenigen Zeitintervallen im Jahr auf. Entsprechend muss ein Speicher häufig nur in einem kleinen Teil der Zeit aktiv eingreifen, um die maximale Leistung deutlich zu senken. Gleichzeitig gibt es keine allgemein gültigen Regeln, da Lastgänge stark von Betrieb zu Betrieb variieren.
Praxisbeispiel
In einem konkreten Projekt bei einem mittelständischer Betrieb aus der Lasertechnologie konnten die Lastspitze mit einem Speicher von 215 kWh Kapazität und 100 kW Leistung von 165 kW auf etwa 85 kW reduzieren. Dafür musste der Speicher nur in rund 5 Prozent der Viertelstunden im Jahr aktiv werden.
Wirtschaftlichkeit und Einflussfaktoren
Ob sich Lastspitzenkappung wirtschaftlich lohnt, hängt maßgeblich von den Leistungspreisen ab, die wiederum von der Jahresbenutzungsdauer beeinflusst werden.
Zusätzlich spielt die Vorhersagbarkeit der Lastspitzen eine wichtige Rolle, da sie bestimmt, ob ein Speicher in Zeiten ohne Lastspitzen für andere Anwendungsfälle genutzt werden kann oder nicht.
Eine detaillierte Erklärung zur Auslegung, Wirtschaftlichkeit und typischen Fehlern findest du in unserem ausführlichen Artikel zur Lastspitzenkappung.


