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Behind the Meter (BTM): Definition und Bedeutung im Gewerbe
Behind the Meter bezeichnet alle Anlagen und Prozesse auf der Unternehmensseite des Netzanschlusspunkts.
Behind the Meter (BTM) bezeichnet alle Erzeugungsanlagen, Speicher und Verbraucher, die sich hinter dem Netzanschlusspunkt eines Unternehmens befinden. Strom, der Behind the Meter erzeugt und verbraucht wird, fließt nicht über das öffentliche Netz und wird daher anders behandelt als Strom, der aus dem Netz bezogen wird.
Abgrenzung: Behind the Meter vs. Front of the Meter
Der Netzanschlusspunkt bildet die Grenze. BTM-Anlagen werden gemeinsam mit dem Betrieb über denselben Zählpunkt erfasst. FTM-Anlagen erhalten einen eigenen Zählpunkt und werden unabhängig vom lokalen Verbrauch gemessen und abgerechnet. Diese Unterscheidung ist entscheidend, weil sie bestimmt, welche Kosten anfallen und welche regulatorischen Rahmenbedingungen gelten.
Kostenrelevanz im Gewerbe
Strom, der Behind the Meter erzeugt und direkt verbraucht wird, etwa aus einer Photovoltaikanlage, vermeidet Netzentgelte, Stromsteuer und Umlagen. Genau dieser Effekt macht den Eigenverbrauch wirtschaftlich attraktiv. Im Gegensatz dazu fallen beim Bezug aus dem öffentlichen Netz sämtliche Kostenbestandteile an, also Arbeitspreis des Stromtarifs, Arbeitspreis der Netzentgelte, Steuern und Umlagen.
Statt einer eigenen PV-Anlage über einen dynamischen Stromtarif oder einen Abnahmevertrag (PPA) von den günstigen Erzeugungskosten erneuerbarer Energieanlagen zu profitieren, ist also nicht dasselbe, da die Netzentgelte noch dazukommen.
Batteriespeicher: Behind the Meter oder Front of the Meter?
Batteriespeicher im Gewerbe werden in der Regel Behind the Meter installiert. Das ist notwendig, wenn der Speicher lokale Optimierungen übernehmen soll, also etwa Eigenverbrauchsoptimierung von Solarstrom, Lastspitzenkappung, atypische Netznutzung oder die Beschaffungsoptimierung bei dynamischen Stromtarifen.
Allerdings ist es mit einem BTM-Speicher schwieriger, marktbasierte Anwendungsfälle wie Arbitrage oder Regelleistung umzusetzen. Das liegt daran, dass der Speicher nun unterschiedliche Ziele verfolgt und die Vermarktung der Flexibilität kleinteiliger wird. Dazu kommen auch regulatorische Herausforderungen rund um Grün- und Graustrom als auch die Netzentgeltbefreiung. Der Gesetzesentwurf rund um MisPel soll hier Erleichterungen schaffen. Bereits heute gibt es Möglichkeiten, wenn der Stromversorger als Bilanzkreisverantwortlicher auch die Steuerung des Speichers übernimmt.
Wer einen Speicher jedoch unabhängig von solchen Konstellationen direkt fürs Trading einsetzen möchte, ist mit einer Front-of-the-Meter-Installation besser aufgehoben. Eine ausführliche Beschreibung dieser Variante findet sich im Glossareintrag zu Front of the Meter.
Behind the Meter (BTM) bezeichnet alle Erzeugungsanlagen, Speicher und Verbraucher, die sich hinter dem Netzanschlusspunkt eines Unternehmens befinden. Strom, der Behind the Meter erzeugt und verbraucht wird, fließt nicht über das öffentliche Netz und wird daher anders behandelt als Strom, der aus dem Netz bezogen wird.
Abgrenzung: Behind the Meter vs. Front of the Meter
Der Netzanschlusspunkt bildet die Grenze. BTM-Anlagen werden gemeinsam mit dem Betrieb über denselben Zählpunkt erfasst. FTM-Anlagen erhalten einen eigenen Zählpunkt und werden unabhängig vom lokalen Verbrauch gemessen und abgerechnet. Diese Unterscheidung ist entscheidend, weil sie bestimmt, welche Kosten anfallen und welche regulatorischen Rahmenbedingungen gelten.
Kostenrelevanz im Gewerbe
Strom, der Behind the Meter erzeugt und direkt verbraucht wird, etwa aus einer Photovoltaikanlage, vermeidet Netzentgelte, Stromsteuer und Umlagen. Genau dieser Effekt macht den Eigenverbrauch wirtschaftlich attraktiv. Im Gegensatz dazu fallen beim Bezug aus dem öffentlichen Netz sämtliche Kostenbestandteile an, also Arbeitspreis des Stromtarifs, Arbeitspreis der Netzentgelte, Steuern und Umlagen.
Statt einer eigenen PV-Anlage über einen dynamischen Stromtarif oder einen Abnahmevertrag (PPA) von den günstigen Erzeugungskosten erneuerbarer Energieanlagen zu profitieren, ist also nicht dasselbe, da die Netzentgelte noch dazukommen.
Batteriespeicher: Behind the Meter oder Front of the Meter?
Batteriespeicher im Gewerbe werden in der Regel Behind the Meter installiert. Das ist notwendig, wenn der Speicher lokale Optimierungen übernehmen soll, also etwa Eigenverbrauchsoptimierung von Solarstrom, Lastspitzenkappung, atypische Netznutzung oder die Beschaffungsoptimierung bei dynamischen Stromtarifen.
Allerdings ist es mit einem BTM-Speicher schwieriger, marktbasierte Anwendungsfälle wie Arbitrage oder Regelleistung umzusetzen. Das liegt daran, dass der Speicher nun unterschiedliche Ziele verfolgt und die Vermarktung der Flexibilität kleinteiliger wird. Dazu kommen auch regulatorische Herausforderungen rund um Grün- und Graustrom als auch die Netzentgeltbefreiung. Der Gesetzesentwurf rund um MisPel soll hier Erleichterungen schaffen. Bereits heute gibt es Möglichkeiten, wenn der Stromversorger als Bilanzkreisverantwortlicher auch die Steuerung des Speichers übernimmt.
Wer einen Speicher jedoch unabhängig von solchen Konstellationen direkt fürs Trading einsetzen möchte, ist mit einer Front-of-the-Meter-Installation besser aufgehoben. Eine ausführliche Beschreibung dieser Variante findet sich im Glossareintrag zu Front of the Meter.


